Meine Reise mit AI: Perspektiven, Praxis und ein persönliches Fazit (Teil 3)

Mein Nutzen: Ideengeberin, Strukturhilfe, Sparringspartnerin

Seitdem ich mich für die Bezahlversion von ChatGPT entschieden habe, ist es fester Bestandteil meiner Arbeit. Ich nutze es für:

  • Ideen für Veranstaltungen, Texte und Bilder
  • Stilüberprüfungen und sprachliche Glättung
  • Übersetzungen in natürlicher Sprache
  • Strukturierung komplexer Inhalte
  • Faktenchecks und Quellenrecherche
  • Hilfe bei IT- und Computerproblemen
  • Recherchen zu historischen oder politischen Zusammenhängen

Ich füttere ChatGPT mit Kontext, stelle Rückfragen, lasse mir Zusammenfassungen geben. Es fühlt sich eher an wie ein Werkzeugkasten, auf den ich jederzeit zugreifen kann. Rund um die Uhr verfügbar, zuverlässig, schnell, aber nicht mehr als das. Zu oft ist ChatGPT für mich berechenbar, vorgefertigt, wiedergebend statt wirklich ergänzend.

Bilder: Von Enttäuschung zu Hoffnung

Auch mit Bildern habe ich experimentiert. Anfangs war ich enttäuscht: Die generierten Menschen wirkten künstlich, verzerrt, seelenlos. Doch mit der Zeit wurden die Ergebnisse besser. Heute nutze ich KI-generierte Bilder gerne, wenn es um abstrakte oder stimmungsvolle Visualisierungen geht, ohne Anspruch auf Realität, aber mit Gefühl für Atmosphäre. Und die Fortschritte sind enorm. Da ich auch Adobe-Produkte nutze, kann ich in Kombination von DALL·E und Photoshop richtig gute Bilder erstellen. Und doch ist da noch viel Luft nach oben.

Impulse von aussen

Parallel zu meinen eigenen Erfahrungen höre ich auch genau hin, was andere zur Entwicklung von GenAI sagen:

  • Die Plattform digital-liechtenstein.li veranstaltet jährlich ein Online-Event zum aktuellen Stand der generativen KI.
  • Sascha Lobo und seine Frau Jule sprachen in einem Podcast über den "KI-Butler",All ein persönlicher Agent, der Aufgaben übernimmt (genau solche, wie ich sie im 5. Teil meiner Serie beschrieben habe). Das brachte mich auf die Idee: Könnte KI nicht auch bei der aktiven Stellensuche helfen?
  • Im Podcast Hotel Matze hörte ich Gregor Schmalzried - ein kluger, ruhiger Erklärer, der auch für Frauen, die einsteigen wollen, verständlich macht, was hinter den Schlagwörtern steckt.
  • Seit kurzem folge ich dem Podcast Co-Intelligence - Der KI-Lernpodcast - gerade für Anfängerinnen sehr gut, kurz und einfach erklärt.

Mehr dazu in der Linkliste am Ende des Artikels.

All diese Stimmen halfen mir, einzuordnen, was ich selber erlebe und wo die Reise hingehen könnte.

Die Ernüchterung: Noch keine Revolution

Mit den vielen Impulsen begann ich, ChatGPT auch für die Stellensuche zu nutzen. Denn meine grösste Pein bei der Stellensuche ist, die passende Stelle zu finden, ohne mich stundenlang durch zig unpassende Inserate zu lesen. Und genau hier schliesst sich der Kreis zu Teil 4 meiner Serie, in dem ich beschreibe, wie komplex, unübersichtlich und aufreibend die Stellensuche heute geworden ist. Also liess ich ChatGPT nach Jobs suchen, gab Filter vor und war voller Hoffnung. Das Resultat: durchzogen.

Die KI kann bereits viel, aber noch nicht das, was ich wirklich brauche. Sie listet zu viele irrelevante Angebote, erkennt feine Unterschiede nicht, verwechselt Kategorien. Viele Inserate sind doppelt, veraltet oder schlicht unpassend. Ich stand also am selben Ort wie zuvor.

Ich merkte schnell: Noch ist das alles zu unpräzise. Noch bin ich diejenige, die sortiert, prüft, abgleicht. Noch ist die KI eher eine eifrige Praktikantin als eine echte Assistentin und ganz weit weg von einem Butler, wie er aktuell überall besprochen wird und auch bald verfügbar sein wird. Ich bin schon ganz gespannt, was dieser dann kann. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Ein vorsichtiges Fazit

Trotzdem: Ich bin überzeugt, dass GenAI vieles verändern wird. Vielleicht nicht von heute auf morgen, vielleicht nicht so, wie wir es uns wünschen aber Stück für Stück. Denn selbst wenn die Technik nicht alles kann, sie hilft mir, klarer zu denken, Ideen zu strukturieren und Komplexes zu vereinfachen. Sie macht mich nicht schlauer, aber sie hilft mir, meine Intelligenz besser zu nutzen. Und vielleicht ist das schon mehr, als wir erwarten dürfen.

Was sie auch noch tut: sie lässt mich erahnen, was Menschsein ausmacht.

Ein persönlicher Ausblick

Ich glaube nicht, dass GenAI je einen Menschen am Arbeitsplatz vollständig ersetzt. Aber sie wird die Arbeitswelt verändern. Wer beginnt, mit KI zu arbeiten, wird schnell feststellen: Es gibt Dinge, die nur ein Mensch kann. Und es braucht immer jemanden, der diese neue Technik sinnvoll einsetzt, als Werkzeug, nicht als Ersatz.

Klar, ich hoffe, sie wird eines Tages mehr Assistenz sein und weniger Praktikantin. Noch ist es nicht so weit. Aber es ist höchste Zeit, auf den Zug aufzuspringen. Beginne heute! Zum Beispiel, indem du dich bei einer kostenlosen Version anmeldest oder in den Podcast Co-Intelligence - Der KI-Lernpodcast mit Benjamin Wüstenhagen und Moritz Heininger reinhörst.

Hinweis in eigener Sache

Dieser Text war ursprünglich ein einziger Beitrag. Doch beim Fertigstellen wurde mir klar: Zu viel Inhalt für einen einzigen Beitrag - so liest das niemand. Ich schreibe gerne in langen Sätzen. Das kann schwer zu lesen sein.

Die KI hat mir geholfen, den Text in drei Teile zu gliedern, ohne den Inhalt oder meinen Schreibstil zu verändern. So hoffe ich, dass es auch dir Spass gemacht hat und du alle Teile freudvoll gelesen hast.

Auch das ist Teil meiner Erfahrung mit GenAI. Probier es doch auch gleich aus. Und wenn du Fragen hast: Ich helfe dir gerne.

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